Hallo zusammen
beim Zügeln ist mir im Keller mein altes Squeezebox Radio wieder in die Hände gefallen, das jahrelang im Karton lag. Seit ich als Single mit 51 in eine kleinere Wohnung in Winterthur gezogen bin, möchte ich es wieder in der Küche nutzen, ganz ohne grosse Anlage.
Mein Stand: Lyrion Music Server läuft testweise auf einem Raspberry Pi 4, das Radio findet den Server auch, aber nach ein paar Stunden verliert es regelmässig das WLAN und zeigt nur noch die Uhr. Router ist eine FritzBox 7590, 2,4 GHz ist aktiv, Kanal fest auf 6.
Zwei Fragen:
1. Kann das am alten Akku liegen, oder ist das ein bekanntes WLAN-Problem der Radios?
2. Gibt es inzwischen eine empfehlenswerte Alternative zum originalen Netzteil?
Danke und Gruss
Thomas
Altes Squeezebox Radio verliert nach ein paar Stunden das WLAN
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thomas_wthur
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Re: Altes Squeezebox Radio verliert nach ein paar Stunden das WLAN
Servus @thomas_wthur,
da kann es mehrere Ursachen geben. Mit dem Akku hat es nach meiner Einschätzung nichts zu tun, Netzteil auch eher unwahrscheinlich, wenn der Rest problemlos funktioniert.
Bei diversen Radios fällt Wi-Fi irgendwann komplett aus. Woher es kommt und woran es genau liegt, ist nicht vollständig klar, aber mein Verdacht wäre, dass der Wi-Fi-Chip entweder selbst defekt geht oder die Spannungsversorgung schwächelt. Möglicherweise ist es ein Vorbote, dass Wi-Fi instabil wird.
Beim Radio gab es außerdem einen Bug in der Firmware, den man mit der Lyrion Community Firmware umgehen kann. Da wird dann ein Watchdog-Prozess aufgesetzt, der prüft, wie es um die Verbindung steht, und diese ggf. neu startet - ohne, dass man davon irgendetwas bemerkt. Dank Pufferung spielt das Radio trotzdem unterbrechungsfrei durch. Überprüfe mal die Optionen unter Radio -> Netzwerke -> Wi-Fi Robustness. Möglicherweise muss nur der Watchdog aktiviert werden und Du hast Ruhe.
Ein weiters Problem kann die Wi-Fi-Version sein, die der Router propagiert. Squeezeboxen sind m.E. grundsätzlich mit 54Mbps-Netzen am glücklichsten, da die Hardware nun mal aus einem Zeitalter kommt, wo das so gerade noch Standard war. Man kann schon froh sein, dass zumindest WPA unterstützt wird.
Im Betrieb mit einem Vodafone Easybox-Router hatte ich das Problem, dass Wi-Fi 6 als Standard eingestellt war und die Squeezeboxen das WLAN zwar sehen, aber sich damit nicht verbinden konnten oder ständig Abbrüche hatten. Ich habe damals den Kompromiss gelebt, den Router auf Wi-Fi 4 umzustellen, was ein paar für mich unwichtige Einschränkungen mit sich brachte. Man muss aber davon ausgehen, dass insbesondere neuere Geräte dann unnötig langsame Verbindungen oder Verbindungsprobleme bekommen. Es wird nicht für jeden die Lösung sein, außerdem bietet nicht jeder Router eine Auswahl der Wi-Fi-Version überhaupt an.
Inzwischen nutze ich ein Ubiquiti-Netzwerk, und das ist in der Lage, jedem Client die Wi-Fi Version zu präsentieren, die am ehesten den Fähigkeiten des Geräts entspricht. Leider kann ich nicht sagen, ob noch irgendein anderer Hersteller es ähnlich macht; Router können so etwas normalerweise nicht.
Schlimmstenfalls kannst Du ein externes WiFi-Ethernet-Gateway verwenden. Die gibt es auch auf modernsten Wi-Fi-Standards, man bindet sie als normalen Client ins WLAN ein (analog wie beim Handy / Notebook) und auf der anderen Seite haben sie ein Ethernet-Interface, wo man das Radio per Kabel anschließt und es auf Kabelverbindung umstellt. Das ist für Radios und Touch'es die Lösung, wenn Wi-Fi tot ist. Auf Basis von Raspberry Pi und ähnlichen Microcontrollern gibt es das auch billig zum Selbstbau.
Komischerweise gibt es weniger Probleme in drahtlosen Netzen mit den älteren Modellen Boom, Classic und Transporter, und wenn es welche gibt, kann man die Wi-Fi-Karten ggf. austauschen. Leider hat Logitech bei den späteren Modellen auf die modulare Technik verzichtet und alles verlötet, da ist die Abhilfe nicht mehr so einfach, zumal es diese Wi-Fi-Chips nirgends mehr zu bezahlbaren Preisen zu kaufen gibt. Anscheinend hat Logitech da auf ziemliche Divas als Komponentne gesetzt, und die Voraussetzungen für reibungslosen Betrieb wurden nie verbindlich irgendwo dokumentiert.
da kann es mehrere Ursachen geben. Mit dem Akku hat es nach meiner Einschätzung nichts zu tun, Netzteil auch eher unwahrscheinlich, wenn der Rest problemlos funktioniert.
Bei diversen Radios fällt Wi-Fi irgendwann komplett aus. Woher es kommt und woran es genau liegt, ist nicht vollständig klar, aber mein Verdacht wäre, dass der Wi-Fi-Chip entweder selbst defekt geht oder die Spannungsversorgung schwächelt. Möglicherweise ist es ein Vorbote, dass Wi-Fi instabil wird.
Beim Radio gab es außerdem einen Bug in der Firmware, den man mit der Lyrion Community Firmware umgehen kann. Da wird dann ein Watchdog-Prozess aufgesetzt, der prüft, wie es um die Verbindung steht, und diese ggf. neu startet - ohne, dass man davon irgendetwas bemerkt. Dank Pufferung spielt das Radio trotzdem unterbrechungsfrei durch. Überprüfe mal die Optionen unter Radio -> Netzwerke -> Wi-Fi Robustness. Möglicherweise muss nur der Watchdog aktiviert werden und Du hast Ruhe.
Ein weiters Problem kann die Wi-Fi-Version sein, die der Router propagiert. Squeezeboxen sind m.E. grundsätzlich mit 54Mbps-Netzen am glücklichsten, da die Hardware nun mal aus einem Zeitalter kommt, wo das so gerade noch Standard war. Man kann schon froh sein, dass zumindest WPA unterstützt wird.
Im Betrieb mit einem Vodafone Easybox-Router hatte ich das Problem, dass Wi-Fi 6 als Standard eingestellt war und die Squeezeboxen das WLAN zwar sehen, aber sich damit nicht verbinden konnten oder ständig Abbrüche hatten. Ich habe damals den Kompromiss gelebt, den Router auf Wi-Fi 4 umzustellen, was ein paar für mich unwichtige Einschränkungen mit sich brachte. Man muss aber davon ausgehen, dass insbesondere neuere Geräte dann unnötig langsame Verbindungen oder Verbindungsprobleme bekommen. Es wird nicht für jeden die Lösung sein, außerdem bietet nicht jeder Router eine Auswahl der Wi-Fi-Version überhaupt an.
Inzwischen nutze ich ein Ubiquiti-Netzwerk, und das ist in der Lage, jedem Client die Wi-Fi Version zu präsentieren, die am ehesten den Fähigkeiten des Geräts entspricht. Leider kann ich nicht sagen, ob noch irgendein anderer Hersteller es ähnlich macht; Router können so etwas normalerweise nicht.
Schlimmstenfalls kannst Du ein externes WiFi-Ethernet-Gateway verwenden. Die gibt es auch auf modernsten Wi-Fi-Standards, man bindet sie als normalen Client ins WLAN ein (analog wie beim Handy / Notebook) und auf der anderen Seite haben sie ein Ethernet-Interface, wo man das Radio per Kabel anschließt und es auf Kabelverbindung umstellt. Das ist für Radios und Touch'es die Lösung, wenn Wi-Fi tot ist. Auf Basis von Raspberry Pi und ähnlichen Microcontrollern gibt es das auch billig zum Selbstbau.
Komischerweise gibt es weniger Probleme in drahtlosen Netzen mit den älteren Modellen Boom, Classic und Transporter, und wenn es welche gibt, kann man die Wi-Fi-Karten ggf. austauschen. Leider hat Logitech bei den späteren Modellen auf die modulare Technik verzichtet und alles verlötet, da ist die Abhilfe nicht mehr so einfach, zumal es diese Wi-Fi-Chips nirgends mehr zu bezahlbaren Preisen zu kaufen gibt. Anscheinend hat Logitech da auf ziemliche Divas als Komponentne gesetzt, und die Voraussetzungen für reibungslosen Betrieb wurden nie verbindlich irgendwo dokumentiert.
